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Fachbegriffe

Fachbegriffe Druckmessung

In der nachfolgenen Übersicht finden Sie einige hilfreiche Erläuterungen zu den verwendeten Fachbegriffen rund um die Druck- und Füllstandsmessung.

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Herrn R. Kottus
Herrn A. Möckel
Team Vertrieb
Tel. +49(0)9235 / 9811-0

  • Absolutdruck

    In seltenen Fällen ist es notwendig den Druck - im physikalischen Sinne - absolut zu messen (z.B. bei abgeschlossenen Systemen). Die Sensoren müssen jedoch in diesem Fall speziell gekapselt werden.

  • Anfangswert (Offset)

    Mit Anfangswert oder Offset bezeichnet man den untersten Wert der Messgröße, auf den ein Gerät zur Messung justiert ist z.B.: 4 mA.

  • Differenzdruck

    Mit Differenzdruck bezeichnet man den Unterschied zwischen zwei zu messenden Drücken.

  • Einstellzeit

    Die Einstellzeit beschreibt nach DIN EN 61298 und DIN EN 60770 die Zeitspanne zwischen dem Beginn der Sprungantwortzeit und der Zeit, die das Ausgangssignal benötigt, um innerhalb 1 % der Ausgangsspanne seinen Beharrungszustand zu erreichen und darin zu bleiben. Der Sprung beträgt entsprechend 80 % der Ausgangsspanne von 10 % auf 90 %, danach von 90 % auf 10 %.

    Gleichbedeutend werden in den Normen DIN 61298 und DIN EN 60770 die Begriffe Einstelldauer, Einschwingzeit (-dauer) und Antwortzeit verwendet.

  • Endwert (Full Scale)

    Der höchste Wert der Messgröße, auf den ein Gerät zur Messung justiert ist z.B.: 20 mA.

  • Genauigkeit

    Wie stark der tatsächliche Verlauf von der idealen Kennlinie abweichen kann, wird durch die Genauigkeit angegeben.

    "FS" = Full Scale = Endwert (z. B. 20 mA)
    "FSO" = Full Scale Output = Spanne (z. B. 16 mA)

    Die Genauigkeitsangaben bei BD|SENSORS sind immer prozentual auf die Messspanne (FSO) bezogen.

  • Hydrostatische Füllstandsmessung

    Der Druck, der in einer bestimmten Flüssigkeitstiefe herrscht, ist direkt proportional zur Höhe der darüberliegenden Flüssigkeitssäule. Bei Wasser mit einer Dichte von 1 g/cm³ erhöht sich der Druck pro Meter Wassersäule (mWs) um etwa 100 mbar. Durch die Kalibrierung auf die jeweilige Flüssigkeitsdichte wird das Ausgangssignal einer hydrostatischen Füllstandssonde auf die zu messende Flüssigkeitssäule abgestimmt. Das Prinzip der hydrostatischen Füllstandsmessung wird bei Messungen unserer Tauchsonden zugrunde gelegt.

  • Kennlinie

    Der Zusammenhang zwischen Messgröße und Ausgangsgröße wird durch die Kennlinie beschrieben. Im Idealfall handelt es sich um eine Gerade.

  • Kennlinienabweichung

    Hysterese:
    Die Hysterese ist die Differenz der Ausgangsgröße für einen festen Messwert mit steigendem bzw. fallendem Druck.

    Linearitätsabweichungen:
    Die Linearitätsabweichung ist die größte Abweichung der Kennlinie von einer Bezugsgeraden.

    Reproduzierbarkeit:
    Die Reproduzierbarkeit definiert die größte Abweichung der Ausgangsgröße bei wiederholtem Anfahren des Messwertes.

    Temperaturfehler:
    Der Temperaturfehler gibt die maximale Abweichung der Kennlinie vom Idealverlauf - für Messungen bei unterschiedlichen Temperaturen - innerhalb des kompensierten Bereiches an. Wir geben den Temperaturfehler in der Regel auf den gesamten kompensierten Bereich bezogen und nicht pro 10 K bzw. 1 K an.

    Kennlinienabweichung nach IEC 60770:
    Dieser Wert definiert den maximalen Gesamtfehler gemäß IEC 60770, bestehend aus Nichtlinearität, Hysterese und Reproduzierbarkeit entsprechend der Grenzpunkteinstellung, d.h. die Abweichung von der Gerade durch Anfangs- und Endwert. Diese Definition ergibt zwar im Vergleich zur Anfangswerteinstellung bzw. BFSL (Best Fit Straight Line) die größte Kennlinienabweichung, ist jedoch für den Anwender am besten nachvollziehbar. Bei Genauigkeitsangaben in Datenblättern muss daher angegeben sein, wie der Fehler definiert wird.

  • Relativdruck

    Im Normalfall erfolgt die Druckmessung relativ zum herrschenden Luftdruck, d.h. der Luftdruck entsprich 0 bar. Für Drücke größer als der Luftdruck erhält man positive Werte (Überdruck). Für Drücke kleiner als der Luftdruck erhält man negative Werte (Unterdruck).

  • Sensortypen - Drucksensoren

    Piezoresistive Silizumsensoren
    ungekapselt für Gase und dünnflüssige, nicht aggressive Flüssigkeiten mit Edelstahlmembrane für Industrie-Standardanwendungen.

    Edelstahl-Dünnfilmsenors
    für Hydraulikapplikationen und hohe dynamische Druckbelastungen.

    Dickschicht-Keramiksensoren
    für aggressive Medien.

    Kapazitive Keramiksensoren
    für aggressive Medien und sehr kleine Messbereiche.

  • Spanne / Full Scale Output (FSO)

    Die algebraische Differenz zwischen Endwert und Anfangswert z.B.: 20 mA - 4 mA = 16 mA.

  • Umrechnungsfaktor Druck

    1 mbar = 100 Pa
    1 bar = 14,5 PSI
    1 PSI = 68,95 mbar 

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